Selbstwertgefühl stärken: 7 tägliche Routinen für mehr Selbstbewusstsein

Content Editor & Fitnesstrainerin
Lisa ist studierte Journalistin, lizensierte Fitness- und Gesundheitstrainerin und Meditationscoach. Sie hat viele Jahre für verschiedene Lifestyle- und Fitnessmagazine gearbeitet, hier schreibt sie Artikel aus den Bereichen Workout, Fitness, Lifestyle & Mind.

Du willst dein Selbstwertgefühl stärken, voll und ganz in deine Fähigkeiten vertrauen und Herausforderungen ab sofort mit links meistern? Worauf wartest du noch: Hier erfährst du, welche täglichen Routinen dich selbstbewusster machen.

Was ist das Selbstwertgefühl?

Mal ehrlich, was denkst du über dich, wenn du in den Spiegel schaust? Welche Sätze kommen dir in den Sinn? Alles, was du über dich denkst und in welchem Licht du dich darstellst, beschreibt deinen Selbstwert

Unter Selbstwertgefühl versteht man in der Psychologie jede Form von Bewertung, die du an dir vornimmst: Ich bin undiszipliniert, ich bin unsportlich, ich bin zu dick. Oder: Ich bin schön, ich habe ein tolles Lachen, ich mache einen guten Job. Bestimmt fallen dir auf Anhieb sowohl positive als auch negative Überzeugungen ein, die du mit dir verbindest. 

Menschen mit einem gesunden Selbstwertgefühl vertrauen in ihre Fähigkeiten. Ihnen fällt es oft leichter, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Wer ein geringes Selbstwertgefühl hat, der tut sich häufig schwer, an sich zu glauben und tendiert eher dazu, aufzugeben. 

Die 3 Säulen des Selbstwertgefühls

Das Selbstwertgefühl, also die Art und Weise, wie du dich beurteilst, basiert auf drei Säulen: 

  1. Selbstbewusstsein: die Kenntnis über deine Persönlichkeit, deine Fähigkeiten und deine Ziele sowie und das Überzeugtsein vom eigenen Handeln
  2. Selbstvertrauen: der Glaube an dich und deine Stärken 
  3. Selbstakzeptanz: die Akzeptanz deiner Schwächen und das Wissen, dass du immer gut genug bist

Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Selbstakzeptanz (oder Selbstliebe) werden häufig mit dem Selbstwertgefühl gleichgesetzt. Die Begriffe sind jedoch vielmehr Teilaspekte des Wertempfindens über die eigene Person. Wenn du dein Selbstwertgefühl also stärken willst, musst du vor allen Dingen auf diesen Ebenen aktiv werden. 

Eine Frau macht Sit Ups
©jacoblund

Was beeinflusst das Selbstwertgefühl?

Mit einem gesunden Selbstwertgefühl wird niemand geboren. Die Anerkennung von außen, welche uns bereits in der frühesten Kindheit zuteil wird, beeinflusst wie wir als Erwachsener über uns denken. 

Wurde über dich gelacht, weil du im Unterricht neben das Tor geschossen hast oder hat man dich ständig zuletzt ins Team gewählt, denkst du vielleicht noch heute, dass du unsportlich bist. Fehlender Respekt, Spott und Misstrauen können dem Selbstwertgefühl schaden. Kinder entwickeln infolge tiefe Überzeugung, sogenannte Glaubenssätze. Diese Selbstzweifel verfestigen sich meist im Laufe der Jahre. Und das, obwohl sie in den häufigsten Fällen gar nicht der Wahrheit entsprechen. 

Typische äußere Einflussfaktoren, die das Selbstwertgefühl schwächen sind:

  • Ausgrenzung 
  • Lästern oder Mobbing
  • Übertragen von Schuldgefühlen
  • Leistungsdruck
  • Niederlagen

Im Gegenzug gibt es viele Faktoren, die dein Selbstwertgefühl positiv beeinflussen können:

  • Erfolgserlebnisse 
  • Zugehörigkeit
  • Zuwendung, z. B. von den Eltern oder dem Partner
  • Lob und Anerkennung
  • Fördern von Talenten

Im Leben läuft nicht immer alles rund. Jeder ist mal mit Niederlagen oder übertriebenem Erwartungsdruck konfrontiert. Das kann gewaltig am Selbstwertgefühl nagen. Die Kunst ist es, sich der verschiedenen Einflüsse bewusst zu sein und rechtzeitig gegenzusteuern: Sprich, wenn du zum Beispiel eine Jobabsage bekommen hast und an deinen Fähigkeiten zweifelst, könntest du diese Erfahrung kompensieren: Mache zum Ausgleich etwas, das du besonders gut kannst. Oder triff dich mit Freunden und hole dir eine Extraportion Fürsorge und Anerkennung ab.

Warum sollte man sein Selbstwertgefühl stärken?

Wer ein schwaches Selbstwertgefühl hat, tritt im Leben häufig auf der Stelle: Die Person zweifelt an ihren Fähigkeiten, fokussiert sich auf ihre Schwächen, zieht sich aus Angst vor Ablehnung zurück und tadelt sich unentwegt für Fehler. Klingt nicht gerade nach Erfüllung und Zufriedenheit, oder? 

Es gibt viele gute Gründe, warum es sich also lohnt, an seinem Selbstwert zu arbeiten. Die meisten Menschen mit einem gesunden Selbstwertgefühl…

  • … können ihre Bedürfnisse und Meinungen klarer ausdrücken und durchsetzen.
  • … können leichter Entscheidungen treffen.
  • … führen Beziehungen auf Augenhöhe und geraten weniger in Abhängigkeiten.
  • … schätzen Situationen realistisch ein und erleben weniger häufig Niederlagen.
  • … sind widerstandsfähiger gegen Stress.

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7 tägliche Routinen für ein starkes Selbstwertgefühl 

Hier sind sieben Gewohnheiten für jeden Tag, die dein Selbstwertgefühl dauerhaft stärken und dich sowohl zufriedener als auch erfolgreicher machen können:

1. Nimm dir jeden Tag Zeit für dich

Menschen mit einem starken Selbstwertgefühl haben gemeinsam, dass sie sich selbst extrem gut kennen. Sie wissen, was ihnen gut tut und was nicht, wo ihre Talente liegen und welche Fähigkeiten sie ausbauen möchten. Und: Sie handeln im Einklang mit ihren inneren Werten. Das macht auf Dauer zufriedener und unabhängiger.

Nimm dir dafür täglich ein paar Minuten Me-Time, also Zeit, in der du ungestört bist. Du kannst meditieren, deine Gedanken aufschreiben oder in die Natur gehen. Je besser du dich kennen lernst und deiner inneren Stimme lauscht, desto mehr kann dein Selbstwertgefühl wachsen. 

2. Sei verschwenderisch mit Komplimenten 

Wann hast du zuletzt jemandem ein Kompliment gemacht? Wie fühlte es sich an? Erinnerst du dich an das Lächeln deines Gegenübers und das gute Gefühl, das anschließend im Raum stand? Mit Komplimenten stärkst du nicht nur das Selbstwertgefühl einer anderen Person, sondern im Umkehrschluss auch dein eigenes. Positive Gedanken in Worte zu fassen, lädt uns mit Energie und Selbstliebe auf. 

Tipp: Komplimente zu verteilen ist das Eine. Lerne auch, Komplimente von anderen anzunehmen, ohne sie zu bewerten oder zu hinterfragen. 

3. Lasse dich von anderen inspirieren

Sich von anderen Menschen inspirieren zu lassen ist großartig und kann dich in vielen Lebensbereichen weiterbringen. Was du hingegen lassen solltest, ist, dich ständig zu vergleichen. Es wird immer jemanden geben, der mehr Geld verdient, gelenkiger auf der Yogamatte ist oder weniger Bauchfett hat. 

Vergleiche ziehen Bewertungen nach sich. Und sein wir mal ehrlich: In den meisten Fällen kommen wir selbst dabei schlecht weg, weil wir uns als undisziplinierter, unsportlicher und unwichtiger einstufen. Frage dich stattdessen im täglichen Umgang mit deinen Mitmenschen Dinge wie: Was kann ich von ihr oder ihm lernen? Was haben wir bereits gemeinsam? Was inspiriert mich? 

4. Jeden Tag eine gute Tat

In unserer Gesellschaft geht es heute mehr denn je ums Optimieren. Es gibt immer etwas, in dem wir besser sein können und an dem wir arbeiten sollten. Das Problem: Wenn wir uns ständig nur um uns selbst kreisen – um unsere Defizite, unerfüllten Wünsche und hohen Erwartungen – leidet nicht selten das Selbstwertgefühl. 

Richte die inneren Scheinwerfer zur Abwechslung mal auf dein Umfeld und schau, was du für andere tun kannst. Eine gute Tat pro Tag lenkt dich von deinen Selbsturteilen ab und beweist dir, was für ein wertvoller Mensch du bereits bist.

5. Mache täglich etwas, das du liebst

Wenn wir unsere Zeit mit Dingen verbringen, die wir lieben, kommen wir in einen Flow-Zustand: Du vergisst alles um dich herum und gehst völlig im Moment auf. Das sorgt für innere Zufriedenheit und stärkt dein Selbstwertgefühl. 

Mache deshalb jeden Tag etwas, das dich in einen Glückszustand versetzt – egal, ob es Lesen ist, mit deinem Hund spazieren gehen, Sport oder Kochen.

Buddha Bowl
©LiliGraphie

6. Bewege dich und ernähre dich gesund

Das Selbstwertgefühl ist stark daran geknüpft, wie wohl du dich in deiner Haut fühlst. Du kannst also daran arbeiten, indem du ein gutes Verhältnis zu deinem Körper förderst. Das funktioniert am besten durch tägliche Bewegung und eine gesunde Ernährung.

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Es muss nicht jeden Tag das Hardcore-Fitnessprogramm sein. Im Gegenteil: Übertraining kann sogar kontraproduktiv sein. Auch Spazierengehen oder sanftes Yoga können dein Wohlgefühl stärken. Achte daneben auf eine gesunde Ernährung mit allen wichtigen Makro- und Mikronährstoffen. Sie geben dir die Power, täglich das Beste aus dir herauszuholen. 

Tipp: Für einen selbstbewussten Start in den Tag empfehlen wir unser leckeres Protein Bircher Müsli – perfekt für alle, die wenig Zeit haben, beim Essen aber keine Kompromisse machen möchten. 

Protein Muesli
©foodspring

7. Feiere deine Erfolge und Niederlagen

Wer ein starkes Selbstwertgefühl hat, kennt sowohl Erfolge als auch Niederlagen und weiß, mit beidem gut umzugehen. Feiere dich ab sofort jeden Abend dafür, was du am Tag geleistet hast und welche Lektionen du lernen durftest. 

Auch ein Dankbarkeitstagebuch kann ein Booster für dein Selbstwertgefühl sein: Schreibe täglich drei Dinge auf, für die du dir selbst danken möchtest. 

Fazit

  • Das Selbstwertgefühl beschreibt die Art und Weise, wie wir uns selbst beurteilen.
  • Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Selbstakzeptanz sind die drei Säulen, auf denen das Selbstwertgefühl basiert.
  • Äußere Faktoren wie Ausgrenzung, Niederlagen und Leistungsdruck können das Selbstwertgefühl bereits in der frühesten Kindheit schwächen. 
  • Zuwendung, Zugehörigkeit und Anerkennung beeinflussen das Selbstwertgefühl positiv.
  • Selbstzweifel sind nicht in Stein gemeißelt: Als Erwachsener kann man tiefe, negative Überzeugungen aus der Kindheit hinterfragen und sein Selbstwertgefühl durch tägliche Routinen stärken. 
Artikel-Quellen
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